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Similan Islands vs. Koh Tao: Welches Tauchziel ist besser?

Similan Islands oder Koh Tao? Direkter Vergleich beider Tauchziele in Thailand: Sichtweite, Fauna, Kurse, Kosten und wann sich welches Ziel lohnt.

MB
Marc Böhle
Aktualisiert: 24. März 2026
Zwei Unterwasserszenen nebeneinander – ein Walhai am Similan-Riff und ein Korallenriff mit bunten Fischen auf Koh Tao
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Wer sich in Deutschland auf eine Tauchwoche in Thailand vorbereitet, landet früher oder später vor derselben Frage: Similan Islands oder Koh Tao? Beide Destinationen gelten als Weltklasse-Tauchgebiete. Beide liegen in Thailand. Beide erscheinen in nahezu jedem Reiseführer für Taucher.

Aber sie sind grundlegend verschieden – in der Topographie, in der Saison, im Erlebnis, im Preis, und in der Frage, für wen sie geeignet sind. Dieser Artikel erklärt beide Ziele ehrlich, zieht einen direkten Vergleich und gibt dir eine klare Entscheidungshilfe.

Similan Islands vs. Koh Tao – Kurzantwort

Die Similan Islands bieten eines der spektakulärsten Tauchen Südostasiens: riesige Granitformationen, Mantarochen, lebendige Weichkorallen, kristallklares Wasser. Koh Tao bietet eine weltweit einzigartige Infrastruktur für Tauchkurse, deutlich günstigere Preise und eine bemerkenswerte Artenvielfalt direkt vor der Küste. Beide Ziele haben ihre Berechtigung – aber für unterschiedliche Reisende.

KriteriumSimilan IslandsKoh Tao
ErreichbarkeitNur per Liveaboard oder Tagestour von Khao LakFähre von Koh Samui oder Surat Thani
SaisonNovember – Mai (geschlossen Juni–Oktober)Ganzjährig, beste Zeit Nov–Mai
Sichtweite20–40 m15–30 m
Fauna-HighlightsMantarochen, Walhai, Hammerhai, RiesenbarrakudaWalhai, Hammerhai, Schildkröten, Riffhaie
KurseKeine (abgelegen, keine Infrastruktur)50+ Tauchschulen, günstigste OWD-Preise weltweit
Preis Liveaboard/Day Trip150–500 € / 2–7 NächteFun Dives ab 30 € / Kurs ab 270 €
Für wen?Erfahrene Taucher, FotobegeisterteAnfänger, Kursbucher, alle Levels

Die Similan Islands: Weltklasse-Tauchen in der Andamanensee

Die Similan Islands sind ein Nationalpark-Archipel im Andamanenmeer, rund 85 Kilometer nördlich von Phuket vor der Küste Khaos Lak. Die neun Inseln (plus einige weiter nördlich gelegene Spots wie Richelieu Rock und Surin Islands) bilden zusammen eines der dichtest geschützten Meeresgebiete Südostasiens.

Was macht die Similans besonders?

Das Tauchen dort unterscheidet sich grundlegend von allem, was man auf einer Insel wie Koh Tao erleben kann. Die Andamanensee ist tiefer, kühler (um die 27 °C) und klarer – an manchen Tagen erreicht die Sichtweite 40 Meter oder mehr. Die Unterwassertopographie besteht aus mächtigen Granitblöcken, tiefen Spalten und weitläufigen Korallenplateaus.

Wer die Similan Islands taucht, sieht:

  • Mantarochen – besonders an Richelieu Rock, einem der besten Mantaspots der Welt
  • Walhaie – vor allem März bis Mai an bestimmten Spots
  • Riesenbarrakudas und Thunfische in offeneren Gewässern
  • Weichkorallen in schier irrer Dichte und Farbigkeit
  • Leopardenhaie (Zebrahaie) ruhend am Sandboden
  • Riffhaie, Adlerrochen und Tintenfische an allen Spots

Die Similan Islands sind kein Ort für Tauchkurse oder Tagestouren aus dem Hotel. Das Revier ist nur per Liveaboard sinnvoll zu erschließen – oder, wenn du unbedingt Tagestouren machen willst, per Schnellboot von Khao Lak. Letzteres kostet viel Zeit (2,5 Stunden einfach) und bietet deutlich weniger Tauchgänge.

Die Einschränkung: Saison und Liveaboard-Pflicht

Der Nationalpark ist jährlich von Juni bis Oktober geschlossen – in der Monsun-Saison ist das Tauchen im Andamanenmeer zu gefährlich. Das bedeutet: Wer die Similan Islands tauchen will, muss seinen Urlaub entsprechend planen.

Ein Liveaboard in Thailand für die Similan Islands kostet je nach Boot und Dauer zwischen 150 und 500 Euro für 2 bis 7 Nächte. Budget-Boote sind einfach ausgestattet, Luxus-Liveaboards bieten Klimaanlage, gutes Essen und komfortablere Kabinen. Ein eigener Tauchcomputer ist auf einem Liveaboard Pflicht – man taucht mehrmals täglich, und die Gasverwaltung muss stimmen.


Koh Tao: Die Tauchschule der Welt

Koh Tao liegt im Golf von Thailand, nicht im Andamanenmeer. Das ist wichtig: Es ist eine andere See mit anderem Klima, anderer Fauna und anderer Geschichte. Koh Tao wurde zur weltweit beliebtesten Destination für Tauchkurse – und das aus gutem Grund.

Was macht Koh Tao besonders?

Die Insel hat über 50 aktive Tauchschulen, ein dichtes Netz an Bootsstegen und tägliche Trips zu mehr als 25 Tauchspots in unmittelbarer Umgebung. Das schafft einen Wettbewerb, der Preise drückt und Standards hebt. Ein Open Water Kurs auf Koh Tao kostet 10.000–14.000 THB (265–370 €) – günstiger als fast überall sonst auf der Welt.

Die Fauna rund um Koh Tao ist dabei keinesfalls zu unterschätzen:

Die Topographie besteht aus Granit-Pinnacles wie dem Chumphon Pinnacle, dem Southwest Pinnacle und dem Sail Rock – senkrechte Unterwasserberge, die von der Oberfläche bis auf 30–40 Meter reichen. Wer Makrofotografie betreiben will, findet an den flacheren Spots wie dem Japanese Garden oder White Rock eine reiche Kulisse.

Ganzjährige Verfügbarkeit

Koh Tao ist ganzjährig betauchbar. Es gibt eine Hochsaison (Dezember bis Mai) und eine Nebensaison, aber das Tauchen ist nie komplett abgesagt. Im Vergleich zu den Similan Islands, die halbjährig geschlossen sind, ist das ein erheblicher logistischer Vorteil. Eine Tauchmaske aus eigenem Besitz verbessert dabei den Komfort deutlich – Leihausrüstung ist verfügbar, aber eine gut sitzende eigene Maske macht einen echten Unterschied.


Direkter Vergleich: Was zählt beim Tauchen?

Sichtweite und Wasserqualität

Die Similan Islands gewinnen hier klar: Die Andamanensee ist in der Trockensaison oft außergewöhnlich klar. 30–40 Meter Sicht sind keine Seltenheit. Koh Tao liegt im Golf von Thailand, der im Schnitt etwas trüber ist – 15–25 Meter sind typisch, an Toptagen auch 30 Meter.

Für Unterwasserfotografie ist dieser Unterschied relevant. Wer mit einer Unterwasserkamera auf Weitwinkel-Aufnahmen aus ist, wird auf den Similan Islands begeistert sein. Für Makrofotografie ist Koh Tao aufgrund der Artenvielfalt in flachen Tiefen oft überlegen.

Fauna

Bei den Großtieren liegen beide Ziele auf ähnlichem Niveau, mit unterschiedlichen Stärken:

  • Mantarochen: Klarer Vorteil Similan Islands / Richelieu Rock – auf Koh Tao sind Mantas selten
  • Walhaie: Beide Ziele punkten, auf Koh Tao häufiger und verlässlicher im Golf
  • Hammerhaie: Beide Ziele, Similan Islands tendenziell in größeren Schulen
  • Schildkröten: Koh Tao ist verlässlicher, Shark Bay gilt als einer der besten Schildkrötenspots Asiens
  • Makrowelt: Klarer Vorteil Koh Tao – mehr Tauchgänge, mehr Spots, mehr Zeit für seltene Kleintiere

Preis

Koh Tao ist günstiger – deutlich. Ein Fun-Dive kostet auf Koh Tao ab 30 Euro (zwei Tauchgänge), ein Open Water Kurs ab 270 Euro. Die Similan Islands verlangen allein für die Liveaboard-Unterbringung 150–500 Euro, ohne Flug und Unterkunft an Land.

Für Kursbucher gibt es zur Similan-Destination keine Alternative: Kurse werden dort nicht angeboten.

Logistik

Koh Tao ist einfacher zu erreichen: Fähre von Koh Samui oder Surat Thani, täglich mehrfach. Die Similan Islands erfordern Anreise nach Phuket oder Khao Lak, Buchung eines Liveaboard-Bootes und das richtige Timing in der Saison.


Für wen eignet sich welches Ziel?

Die Similan Islands sind ideal, wenn du:

  • bereits zertifiziert bist (mindestens Open Water) und Erfahrung mitbringst
  • spektakuläre Großtiersichtungen (Mantarochen, Schulen von Hammerhaien) als Priorität siehst
  • zwischen November und Mai reist
  • eine mehrtägige Liveaboard-Erfahrung erleben willst
  • bereit bist, mehr Budget einzuplanen
  • Unterwasserfotografie mit Fokus auf Weichkorallen und Weitwinkel betreibst

Koh Tao ist besser für dich, wenn du:

  • deinen Tauchschein machen oder auffrischen willst
  • günstig und flexibel tauchen möchtest (Fun Dives, mehrere Tage)
  • das erste Mal nach Thailand reist und eine Insel mit voller Infrastruktur suchst
  • ganzjährig flexibel buchen willst (keine Saison-Beschränkung)
  • neben dem Tauchen auch Insel-Atmosphäre, Restaurants und Nightlife willst
  • Makrofotografie oder Riff-Ökologie fokussieren willst

Viele erfahrene Thailand-Reisende kombinieren beide Erlebnisse: Tauchkurs oder Refresher auf Koh Tao, danach Liveaboard zu den Similan Islands. Das ist die beste Version des Thailand-Tauchabenteuers.


Die Kombination: Das Beste aus beiden Welten

Wer zwei bis drei Wochen Zeit hat, kann beide Erlebnisse verbinden. Eine bewährte Reiseroute:

  1. Koh Tao (5–7 Tage): Open Water oder Advanced Open Water Kurs, Fun Dives an den Pinnacles, Abend auf der Insel genießen
  2. Transfer nach Bangkok oder direkt nach Phuket / Khao Lak (Flug ca. 1,5 h)
  3. Similan Islands Liveaboard (3–5 Nächte): Vollständige Similan-Route inklusive Richelieu Rock und Surin Islands

Diese Kombination schöpft Thailand als Tauchdestination vollständig aus. Für die Tauchsafari im Golf von Thailand gibt es zudem eigene Liveaboard-Optionen von Koh Tao aus – für alle, die keine Lust auf den Insel-Wechsel haben.


FAQ: Similan Islands vs. Koh Tao

Kann ich als Anfänger zu den Similan Islands? Grundsätzlich ja – aber du brauchst mindestens einen Open Water-Schein. Den günstigsten und qualitativ hochwertigsten Kurs bekommst du auf Koh Tao. Es ergibt also Sinn, zuerst auf Koh Tao den Schein zu machen und dann mit dem Liveaboard zu den Similans zu fahren.

Sind die Similan Islands teurer als Koh Tao? Ja, deutlich. Ein Similan-Liveaboard kostet 150–500 Euro je nach Boot und Dauer, dazu Anreise nach Khao Lak und Hotelübernachtungen. Koh Tao ist bei Weitem günstiger – Fun Dives, Kurse und Unterkunft schlagen deutlich weniger zu Buche.

Wann sind die Similan Islands geöffnet? Jährlich von November bis Mai. Von Juni bis Oktober ist der Nationalpark wegen des Monsuns im Andamanenmeer geschlossen.

Wo sehe ich mit mehr Wahrscheinlichkeit einen Walhai? Beide Ziele haben Walhaisichtungen, aber auf Koh Tao sind die Sichtungen von April bis September besonders verlässlich dokumentiert. Die Similans punkten mit spektakuläreren Schulen von Hammerhaien.

Lohnt sich ein Tagestour zu den Similan Islands? Möglich, aber nicht ideal. Die Fahrt ab Khao Lak dauert 2,5 Stunden einfach – du tauchst also nach langer Anfahrt und bist abends wieder an Land. Ein Liveaboard holt deutlich mehr aus dem Revier heraus.

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