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Phuket vs. Koh Tao Tauchen: Wo ist es wirklich besser?

Phuket oder Koh Tao zum Tauchen? Ehrlicher Vergleich: Tauchspots, Sichtweite, Kurse, Preise und welches Ziel für dich besser passt.

MB
Marc Böhle
Aktualisiert: 27. März 2026
Taucher erkundet ein farbenprächtiges Korallenriff in Thailand – Vergleich Phuket und Koh Tao Tauchen
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Phuket ist Deutschlands beliebtestes Thailand-Ziel. Koh Tao ist die weltweit bekannteste Insel für Tauchkurse. Wer eine Reise nach Thailand plant und tauchen will, stellt sich früher oder später die Frage: Phuket oder Koh Tao – wo ist das Tauchen besser?

Die kurze Antwort: Phuket selbst hat kaum nennenswerte Tauchspots direkt vor der Küste. Was Phuket hat, ist der Zugang zu einem der spektakulärsten Tauchgebiete der Welt – den Similan Islands, nur per Liveaboard erreichbar. Koh Tao hingegen ist eine eigenständige Tauchinseldestination mit 25+ Spots direkt vor der Küste, 50+ Tauchschulen und einem weltweit einzigartigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Phuket vs. Koh Tao Tauchen – Kurzantwort

Phuket ist als Tauchdestination in erster Linie eine Durchgangsstation für Liveaboards zu den Similan Islands und anderen Andamanensee-Spots. Wer in Phuket selbst taucht, taucht in der Regel in der Andamanensee vor der Insel – mit mäßiger Sichtweite und überschaubarer Fauna. Koh Tao bietet direkt vor der Küste besseres Tauchen als Phuket selbst – und das zu deutlich günstigeren Preisen.

KriteriumPhuket (lokal)Koh Tao
Eigene Tauchspots~10 (einfach bis mittel)25+ (flach bis tief)
Sichtweite vor Ort5–15 m (oft trüb)15–30 m
Fauna-Highlights lokalRiffbewohner, SteinkorallenWalhai, Hammerhai, Schildkröten, Riffhaie
Tauchschulen40+ (aber viele touristisch)50+ (konkurrenzstark, günstiger)
Kurskosten (OWD)12.000–18.000 THB10.000–14.000 THB
Liveaboard-BasisJa (Khao Lak / Phuket → Similan)Möglich (→ Golf von Thailand)
Für wen?Liveaboard-Interessierte, Allround-UrlauberKursbucher, Fun-Taucher, alle Levels

Tauchen direkt vor Phuket: Was erwartet dich?

Phuket hat tatsächlich mehrere Tauchspots direkt vor der Küste – aber diese haben wenig mit dem zu tun, was die Andamanensee berühmt macht. Die bekanntesten lokalen Spots sind:

Racha Yai und Racha Noi – Inseln südlich von Phuket, ca. 40 Minuten per Speedboot. Racha Yai ist ein klassischer Anfängerspott mit ruhigem Wasser und durchschnittlicher Fauna. Racha Noi hat stellenweise gute Sichtweiten und größere Fische, ist aber kein Weltklasse-Spot.

Shark Point – Ein Riffspot nordöstlich der Racha Islands mit Leopardenhaien (Zebrahaie), die ruhend am Sandboden liegen. Schöner Spot für Fotografen, aber kein Highlight für erfahrene Taucher.

Koh Dok Mai – Ein Felsriff mit Weichkorallen und gelegentlich Moray-Muränen. Gute Makrofotografie möglich, aber begrenzt in der Größe.

Die Sichtweite vor Phuket ist im Jahresschnitt deutlich geringer als auf Koh Tao: In der Trockensaison (November bis April) sind 10–15 Meter möglich, in der Monsunzeit kann die Sicht auf unter 5 Meter fallen. Phuket liegt im Andamanenmeer, und die Strömungsverhältnisse und der Einfluss des Monsuns auf die Küstengewässer trüben das Wasser erheblich.


Phuket als Sprungbrett: Die Similan Islands

Phukets eigentliche Stärke als Tauchdestination liegt nicht vor der eigenen Küste, sondern als Abfahrtsort für Liveaboards. Von Khao Lak, 80 Kilometer nördlich von Phuket, starten täglich Tauchboote zu den Similan Islands – einem der besten Tauchgebiete weltweit.

Für diese Option brauchst du jedoch:

  • Mindestens einen Open Water-Schein
  • Ein gebuchtes Liveaboard (2–7 Nächte, ab 150 Euro)
  • Die richtige Saison (November bis Mai – der Nationalpark ist Juni bis Oktober geschlossen)

Wer diesen Weg wählt, erlebt eine andere Kategorie von Tauchen: Mantarochen an Richelieu Rock, Hammerhai-Schulen an der Ostküste der Similans, Weichkorallen in explosiver Farbigkeit, Sichtweiten bis zu 40 Metern. Ein Liveaboard in Thailand zu den Similans ist ein unvergessliches Erlebnis – aber kein spontaner Tagesausflug vom Phuket-Hotel.


Koh Tao: Eigenständige Tauchdestination

Koh Tao funktioniert vollständig anders. Die Insel ist die Tauchdestination – kein Sprungbrett, kein Umweg. Du tauchst von der Insel aus zu Spots, die alle maximal 45 Minuten entfernt liegen. Kein langer Transfer, keine Liveaboard-Pflicht.

Die Unterwassertopographie um Koh Tao ist geologisch begünstigt: Granit-Pinnacles erheben sich aus tiefem Wasser bis kurz unter die Oberfläche. An diesen Strukturen bündelt sich das Meeresleben. Der Chumphon Pinnacle ist vielleicht der beste Einzelspot im gesamten Golf von Thailand: vier Pinnacles, Hammerhai-Sichtungen am frühen Morgen, dichte Barrakuda-Schulen, regelmäßig Walhaie.

Daneben gibt es flachere Spots ideal für Anfänger und Kurse: das Japanese Garden mit bunten Korallengärten, Shark Bay als zuverlässiger Schildkrötenspot, White Rock als Allround-Spot für alle Levels.

Tauchen lernen: Koh Tao gewinnt klar

Wer seinen Schein machen will, sollte Phuket nicht als erste Wahl sehen. Zwar gibt es in Phuket viele Tauchschulen, aber:

  • Phuket ist teurer: Ein Open Water Kurs auf Koh Tao kostet typischerweise 10.000–14.000 THB, auf Phuket zahlt man oft 12.000–18.000 THB
  • Die Freiwasser-Tauchgänge auf Koh Tao finden in besserem Gewässer statt: klareres Wasser, attraktivere Fauna, spannendere Topographie
  • Der Wettbewerb unter den 50+ Schulen auf Koh Tao treibt Qualität und Instructor-Erfahrung nach oben

Für Fortgeschrittene bietet Koh Tao ebenfalls mehr: Der Advanced Open Water Kurs, Specialty-Kurse und sogar die Divemaster-Ausbildung werden zu Konditionen angeboten, die international kaum zu unterbieten sind. Mit einer gut sitzenden eigenen Tauchmaske und einem persönlichen 3mm Neopren-Shorty für das 28–30 °C warme Wasser ist man auf Koh Tao optimal ausgerüstet.


Kosten im Vergleich

LeistungPhuketKoh Tao
Fun-Dive (2 Tauchgänge)45–70 €30–50 €
Open Water Kurs320–480 €265–370 €
Unterkunft (Mittelklasse)50–120 €/Nacht25–60 €/Nacht
Tagestour Tauchen60–100 €35–65 €
Liveaboard zu Spots (pro Nacht)75–150 €60–120 €

Phuket ist in fast jeder Kategorie teurer – als Ort, als Tauchdestination und als Ausbildungsstandort. Das liegt an der stärkeren Tourismus-Infrastruktur, den höheren Standortkosten und der Tatsache, dass Phuket nicht primär von Tauchern besucht wird.


Wann taucht man besser wo?

Beste Zeit für Phuket / Similan Islands: November bis Mai. Andamanensee in bester Verfassung, Nationalpark geöffnet. Im Monsun (Mai bis Oktober) sind die westlichen Spots unzugänglich.

Beste Zeit für Koh Tao: Dezember bis Mai ist die Hochsaison, aber das Tauchen ist ganzjährig möglich. Im Golf von Thailand sind die Wetterverhältnisse weniger extrem als im Andamanenmeer. Einen monatsgenauen Überblick gibt es im Guide zur besten Reisezeit für Tauchen auf Koh Tao.

Für Reisende, die nur im Sommer können (Juni bis September): Koh Tao ist klar die bessere Wahl – die Similan Islands sind dann geschlossen, Koh Tao dagegen in Betrieb.


Für wen ist Phuket besser, für wen Koh Tao?

Wähle Phuket / Andamanensee, wenn du:

  • bereits zertifiziert bist und Liveaboard-Erfahrung sammeln möchtest
  • Mantarochen als Muss-Erlebnis siehst (Richelieu Rock)
  • zwischen November und Mai reist
  • Phuket ohnehin aus anderen Gründen besuchst und das Tauchen ergänzen willst
  • keine Kursabsichten hast, sondern nur Fun-Dives machen möchtest

Wähle Koh Tao, wenn du:

  • einen Tauchschein machen willst – zu den besten Preisen der Welt
  • flexibel und ganzjährig tauchen möchtest
  • ein günstiges, unkompliziertes Taucherlebnis suchst
  • Schildkröten, Riffhaie und eventuell Walhaie sehen willst
  • neben dem Tauchen auch Inselatmosphäre, Restaurants und Beach-Vibes genießt
  • Fun-Dives mit hoher Tauchgangsdichte ohne langes Bootsfahren planst

Die optimale Kombination für Thailand-Taucher

Wer das Maximum aus einem Thailand-Tauchabenteuer herausholen will, kombiniert:

  1. Koh Tao (5–7 Tage): Kurs oder Refresher, Fun Dives an den Pinnacles, kennenlernen der Insel
  2. Koh Samui/Bangkok → Phuket (Flug, 1,5 h)
  3. Similan Islands Liveaboard (3–5 Nächte) von Khao Lak aus

Diese Kombination vereint das günstigste Tauchen Südostasiens mit dem spektakulärsten. Alternativ lässt sich auch eine Tauchsafari im Golf von Thailand direkt von Koh Tao aus planen – für alle, die auf den Inselwechsel verzichten möchten.


FAQ: Phuket vs. Koh Tao Tauchen

Ist Phuket gut zum Tauchen? Phuket selbst hat mäßige lokale Tauchspots. Die wirkliche Stärke liegt als Basis für Liveaboards zu den Similan Islands. Wer nur in Phuket taucht (ohne Liveaboard), bekommt ein solides, aber unspektakuläres Erlebnis.

Wo ist die Sichtweite besser – Phuket oder Koh Tao? Koh Tao hat im Jahresschnitt bessere Sichtweiten für lokale Tauchgänge: 15–25 m, Toptage 30 m. Phukets Küstengewässer haben oft nur 5–15 m Sichtweite. Die Andamanensee auf einem Similan-Liveaboard übertrifft allerdings beide mit bis zu 40 m.

Kann ich auf Phuket Tauchen lernen? Ja, aber Koh Tao ist günstiger und bietet deutlich bessere Bedingungen für Freiwasser-Tauchgänge. Für Tauchkurse ist Koh Tao fast immer die bessere Wahl.

Wie weit ist Phuket von Koh Tao entfernt? Phuket liegt an der Westküste Thailands (Andamanensee), Koh Tao an der Ostküste (Golf von Thailand). Sie sind nicht per Fähre verbunden – die Verbindung geht über Bangkok oder Surat Thani und dauert mit Flug ca. 3–4 Stunden.

Gibt es Walhaie auf Phuket? In den Küstengewässern direkt vor Phuket sind Walhaie sehr selten. Auf den Similan Islands (per Liveaboard erreichbar) gibt es gelegentlich Sichtungen, ebenso wie im nahe gelegenen Andaman-Gebiet. Verlässlicher und häufiger sind Walhai-Sichtungen auf Koh Tao, besonders von April bis September.

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