Divevolk Seatouch 4 Max Review: Das beste Unterwassergehäuse fürs Smartphone
Divevolk Seatouch 4 Max im Test: Smartphone-Unterwasserfotografie bis 60m Tiefe. Touchscreen, Bildqualität und Praxistest auf Koh Tao.
Was wäre, wenn du dein Smartphone zum Tauchen mitnehmen könntest – mit vollem Touchscreen-Zugang bis auf 60 Meter Tiefe? Genau das verspricht das Divevolk Seatouch 4 Max. Ich habe es auf Koh Tao getestet.
Was ist das Divevolk Seatouch 4 Max?
Das Seatouch 4 Max ist ein Unterwassergehäuse für Smartphones, das durch ein patentiertes Vakuumsystem und einen akustischen Touchscreen die Bedienung des Handys unter Wasser ermöglicht – inklusive Zoom, Fokus und allen Apps.
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Maximale Tiefe | 60 Meter |
| Kompatible Phones | iPhone 12–16 Serie, Samsung Galaxy S21–S25, viele weitere |
| Touchscreen | Ja, akustisch (funktioniert unter Wasser!) |
| Vakuumsystem | Ja, mit Leckage-Alarm |
| Gewicht | ~320g (ohne Handy) |
| Filter-Gewinde | 67mm (für Rot-/Magentafilter, Weitwinkel) |
| Preis | ~350–400 Euro |
Warum ein Smartphone-Gehäuse statt einer Tauchkamera?
Gute Frage. Die Kameras moderner Smartphones sind unglaublich gut geworden. Ein iPhone 15 Pro oder Samsung Galaxy S25 Ultra hat:
- Mehrere Brennweiten (Weitwinkel, Ultra-Weitwinkel, Tele)
- Große Sensoren mit hervorragender Low-Light-Performance
- Computational Photography (HDR, Nachtmodus, ProRAW)
- 4K 60fps Video mit Bildstabilisierung
Das Problem war immer: Wie bekommst du das Handy sicher unter Wasser? Billige Beutel sind riskant und erlauben keine Touchscreen-Bedienung. Das Divevolk löst beides.
Mein Praxistest auf Koh Tao
Setup und Handling
Das Einlegen des Smartphones ist einfach: Handy einsetzen, Gehäuse verschließen, Vakuumpumpe betätigen. Die eingebaute Leckage-Erkennung gibt dir ein akustisches Signal, wenn das Gehäuse nicht dicht ist. Das ist ein enormer Beruhigungsfaktor – du weißt, bevor du ins Wasser gehst, ob alles sicher ist.
Unter Wasser funktioniert der Touchscreen tatsächlich. Du kannst zoomen, den Fokuspunkt setzen und zwischen Foto und Video wechseln. Es ist nicht ganz so flüssig wie an Land, aber es funktioniert zuverlässig.
Bildqualität
Hier wurde ich positiv überrascht. Die Fotos mit meinem iPhone im Divevolk-Gehäuse waren in vielen Situationen gleichwertig oder besser als die einer Olympus TG-7:
- Weitwinkelaufnahmen: Deutlich besser dank größerem Sensor und besserem Processing
- Video: Überlegen – 4K60 mit exzellenter Stabilisierung
- Makro: Deutlich schlechter – Smartphones können nicht so nah fokussieren
- Low Light: Überraschend gut dank Computational Photography
Was mir gefallen hat
- Voller Touchscreen – fühlt sich natürlich an
- Vakuum-Leckagetest – enormes Sicherheitsplus
- Bildqualität – erstaunlich gut mit modernen Smartphones
- 67mm Filtergewinde – Rot- und Magentafilter direkt aufschraubbar
- Gewicht – leichter als die meisten Kompaktkameras mit Gehäuse
- Kein Extra-Gerät nötig – du hast die Kamera sowieso dabei
Was mir nicht gefallen hat
- Kein Makro – für Nacktschnecken und kleine Details ungeeignet
- Preis – für ein Plastikgehäuse nicht wenig (aber im Vergleich zu Kamerasystemen günstig)
- Akku – dein Smartphone-Akku geht unter Wasser schneller leer (Bildschirm an, Kälte)
- Touchscreen bei Handschuhen – mit dicken Neoprenhandschuhen funktioniert der Touch schlechter
Divevolk Seatouch 4 Max vs. Olympus TG-7
| Kriterium | Divevolk + iPhone 15 Pro | Olympus TG-7 + Gehäuse |
|---|---|---|
| Preis (Gesamt) | ~400€ (nur Gehäuse) | ~800€ (Kamera + Gehäuse) |
| Foto-Qualität (Weitwinkel) | Sehr gut | Gut |
| Makro | Schlecht | Exzellent |
| Video | Hervorragend (4K60) | Gut (4K30) |
| Max. Tiefe | 60m | 45m |
| Bedienung UW | Touchscreen | Tasten |
| Zuverlässigkeit | Gut (Vakuumtest) | Sehr gut (bewährt) |
| Akku | Mittel | Gut |
| Größe | Kompakt | Sehr kompakt |
Mein Rat: Für Weitwinkel und Video ist das Divevolk-Setup besser. Für Makro-Fotografie ist die TG-7 unschlagbar. Die ideale Kombination: Divevolk für Video und Riffaufnahmen, TG-7 für Makro.
Das richtige Zubehör
| Zubehör | Empfehlung | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| Rotfilter (67mm) | Pflicht für Farbkorrektur | ~25€ |
| Magentafilter | Für Grünwasser (nicht auf Koh Tao nötig) | ~25€ |
| Weitwinkel-Vorsatz | Für Rifflandschaften | ~80–150€ |
| Video-Leuchte | Sehr empfohlen | ~50–150€ |
| Lanyard/Handschlaufe | Pflicht! | ~10€ |
| Trockenmittel-Packs | Gegen Beschlagen | ~5€ |
Tipps für Unterwasserfotografie mit dem Divevolk
- Schalte den Flugmodus ein – spart Akku und verhindert Anrufe unter Wasser (ja, wirklich passiert)
- Benutze den ProRAW/RAW-Modus – mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung
- Filmclips statt Endlos-Videos – 15–30 Sekunden pro Szene, später zusammenschneiden
- Rotfilter ab 5 Metern Tiefe – bringt die Rottöne zurück
- Smartphone-Akku voll laden – unter Wasser verbraucht die Kamera mehr Strom
- Touchscreen testen bevor du ins Wasser gehst – stelle sicher, dass er reagiert
Für wen eignet sich das Divevolk Seatouch 4 Max?
Perfekt für:
- Taucher, die kein extra Kamerasystem kaufen wollen
- Video-Enthusiasten – Smartphone-Video ist erstklassig
- Gelegentliche Taucher, die vielseitig bleiben wollen
- Taucher mit einem modernen Flaggschiff-Smartphone
Weniger geeignet für:
- Makro-Fotografen – hier braucht es eine dedizierte Kamera
- Taucher mit älteren Smartphones – das lohnt sich nicht
- Wer maximale Zuverlässigkeit braucht – eine TG-7 ist bewährter
Fazit
Das Divevolk Seatouch 4 Max ist eine clevere Lösung für Taucher, die ihr Smartphone unter Wasser nutzen wollen. Die Bildqualität moderner Smartphones ist beeindruckend und der funktionierende Touchscreen macht die Bedienung intuitiv.
Für Weitwinkelaufnahmen und Video ist das Setup einer dedizierten Kompaktkamera ebenbürtig oder überlegen. Nur beim Makro muss es sich der Olympus TG-7 geschlagen geben.
Wenn du bereits ein gutes Smartphone hast und keine zweite Kamera kaufen willst, ist das Divevolk eine hervorragende Investition für deine Tauchgänge auf Koh Tao.
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Mehr zum Thema Ausrüstung findest du im Tauchausrüstung-Guide oder im Tauchcomputer-Vergleich.